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Am alten Steinbruch

Ein Julitag am alten Steinbruch. Das allgegenwärtige Summen der Insekten, der Duft der blühenden Blumen und Kräuter und der Geschmack des warmen Bodens auf der Zunge beschwören einen Schatten der zeitlosen, niemals endenden Kindheitssommer herauf.

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Der alte Steinbruch

Knollen-Platterbse

Blutroter Halsbock delektiert sich auf dem Wiesenkerbel

Dolde des Wiesenkerbels vor der Entfaltung

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Traubenglockenblume

Sommerloch

Klebrige Hitze. Man wird bräsig. Selbst der Keller hat sich aufgeheizt. Wenn’s noch heißer wird, räume ich den Kühlschrank aus und funktioniere ihn zur Kältedusche um.

Das Krokodil ist schon da. Diesmal schwimmt es laut Express  in einem Anglerteich bei Würselen. Leider stellt es sich schon bald als Attrappe heraus, die wohl der Abschreckung von Fischdieben dienen sollte.

Der Dauerkrimi im Fernsehen hingegen ist langlebiger; von Überlänge zu sprechen, wäre stark untertrieben. Der etwas einfallslose Titel: Griechenland. Zwar stellen sich mit der Zeit Wiederholungseffekte ein, doch die Figuren überzeugen durch ihre flirrende Vielschichtigkeit, die bei den Zuschauern zu heftigen Polarisierungen führt. Bemerkenswert das (vorläufige) Finale am 12. Juli mit Hollande als Good Cop, Merkel als Bad Cop und Schäuble als Superbad Cop. Tsipras entzieht sich mal wieder jeder Kategorisierung. Schade, dass Varoufakis, einer der bizarrsten Charaktere, die das Genre hervorgebracht hat, bereits von der Bildfläche verschwunden ist.

Die wahren Knaller aber laufen erst wieder ab Herbst. Zur Überwindung der Durststrecke habe ich mir Jurassic World angeguckt. Die erste, angenehm selbstironische Hälfte hat sogar das kindliche Staunen wiedererweckt, das seinerzeit der erste Teil des Saurierspektakels ausgelöst hat. Dann kam das Übliche – hab’s runtergespült ins Sommerloch.

Foto: nst 2015

Saurier Schaf bei Stolberg